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Am vergangenen Wochenende fanden in Bad Blankenburg die Thüringer Einzelmeisterschaften im Gerätturnen statt. Mit zahlreichen Turnerinnen und Turnern war auch der MTV vertreten und durfte sich am Ende über viele starke Leistungen, Podestplätze und mehrere Titelgewinne freuen. Besonders der Samstag war für die männlichen Turner ein voller Erfolg. In allen Klassen, in denen der MTV vertreten war, konnten Siege errungen werden.
Höhepunkt des Wettkampftages war der souveräne Erfolg von Paul Blümel in der „Königsklasse“ der AK 18/29 LK 1. Mit einer Übung, die unter anderem drei Doppelsaltos und weitere Höchstschwierigkeiten beinhaltete, verteidigte er eindrucksvoll seinen Titel. Seine Darbietung erreichte einen Ausgangswert von 5,4 und wurde mit starken 14,10 Punkten bewertet. Ebenfalls erfolgreich war Michel Bonsack, der sich in der LK 2 der Männer den Sieg sichern konnte.

Besonders emotional verliefen die Wettkämpfe der LO-Turner. Bei den jüngsten Teilnehmern der AK 7 war die Aufregung deutlich spürbar – am Ende durfte sich Jakob Stock über den Sieg freuen. In der AK 8 zeigte sich neben Nervosität bereits ein Hauch von Professionalität. Hier überzeugte vor allem Stefan Aman, der mit Kraft, Ausstrahlung und sauberen Übungen den ersten Platz belegte. Auch in der AK 9/10 präsentierten sich die MTV-Turner in starker Form. Rocco Baum gewann souverän. Doch auch die weiteren Turner konnten persönliche Bestleistungen feiern. Diese Ergebnisse geben zusätzliche Motivation für die kommenden Trainingsaufgaben. In den Kinder-Wettkampfklassen der AK 12/13 dominierten ebenfalls die MTV-Turner. Hannes Wolf gewann die LK 3, Paul Thielemann die LK 4. Beide überzeugten mit nahezu fehlerfreien und zugleich ästhetisch vorgetragenen Übungen.

Im weiblichen Bereich gingen am Samstag drei Turnerinnen an den Start. Leonie Kleiber belegte bei ihrer ersten Teilnahme an den Einzelmeisterschaften in der LK 4 einen soliden 9. Platz. Besonders am Stufenbarren zeigte sie mit einer nahezu fehlerfreien Übung ihr Können. Am Nachmittag starteten Greta Berbig (Platz 12) und Feenia Gerchel (Platz 10) in der LK 3. Ihnen gelang mit ihren Leistungen ebenso ein solider Platz im Mittelfeld des 24-köpfigen Teilnehmerfeldes, worauf sie stolz sein können.
Am Sonntagvormittag setzte Klaus Mende die Erfolgsserie fort und gewann in der AK 75/79 bei den Turnsenioren. Markus Geidel musste seinen Start leider verletzungsbedingt absagen. Im weiblichen LK1-Bereich gingen Sophie Rögner in der AK 14/15 sowie Paula Kleeberg in der AK 18/29 an den Start. Paula Kleeberg erkämpfte sich in ihrer Altersklasse einen starken dritten Platz. Sophie Rögner (Platz 1), präsentierte erstmals ihren neu erlernten Tsukahara am Sprung, den sie in beiden Versuchen sicher in den Stand turnte und wird durch ihre Leistungen Thüringen in ihrer Altersklasse beim Deutschland-Cup in Waging am See vertreten.

Am Sonntagnachmittag riss die Siegesserie der männlichen MTV-Turner zwar ab, dennoch konnten weitere Podestplätze erzielt werden. In der AK 14/17 LK 3 turnten sich Elias Nickl auf Rang zwei und Wim Albus auf Rang drei. In der LK 2 derselben Altersklasse erreichte Jakob Steinborn ebenfalls den dritten Platz. Somit konnten sich Jakob Steinborn, Wim Albus und Benjamin Greiner mit ihren Leistungen für den Deutschland-Cup qualifizieren.

Stephan Dunkel & Susanne Rögner
Stephan Dunkel im Gespräch über die MTV-Erfolge bei der Goldenen Nacht des Thüringer Sports am 24. April in der Zentralheize Erfurt
Die Sportler in Thüringen sind wie eine große Familie. Welche Verwandten hast du denn bei der festlichen Veranstaltung zuerst gesehen?
Es waren tatsächlich Sportlerinnen und Sportler aus der engen MTV-Familie dabei.
Das hättest du auch Zuhause in der MTV-Halle haben können?
Nein, bestimmt nicht. Stellvertretend für die 391.826 Mitglieder in den 3189 Thüringer Sportvereinen empfingen nämlich unsere Sportakrobatinnen und Sportakrobaten die Gäste am pinkfarbenen Teppich und standen auf der Bühne. Das war auch für mich eine Überraschung. Wim und Edda sind ja deutsche Vizemeister in der Altersklasse bis 14 Jahre (Schüler), ebenso wie Henriette, Viktoria und Magdalene bei den Junioren (bis 19 Jahre). Ihr sportliches Ziel ist nicht weniger als die Qualifikation für die WM 2026 in Italien.
Hat dich an ihrem Auftritt noch etwas überrascht?
Ja, das hat es. Ich kenne natürlich die Übungen, die sie im Rahmenprogramm gezeigt haben. Und ich habe mich, wie wir alle im Verein, an ein ungemein hohes Niveau gewöhnt. Das merkte ich an diesem Abend an den vielen „Ahs“ und „Ohs“ im Publikum und ziemlich gut an dem starken Szenenapplaus. Da lernt man wieder einmal, dass etwas nicht selbstverständlich ist, nur weil man es täglich in der Turnhalle sehen kann. Unsere Akrobatik ist herausragend.
Wie sah es bei den Auszeichnungen für den MTV aus?
Fast schon unglaublich. Wir haben drei, eigentlich ja vier Nominierungen. In der neuen Kategorie „Ehrenamt des Jahres“ gewann das Organisationsteam des Erfurter Nachtlaufs 2025. Nils Dunkel kam mit dem zweiten Platz zum ersten Mal unter die Top3. Das Organisationsteam der Deutschen Jugendmeisterschaften der Sportakrobatik belegte den 7. Platz in der Kategorie „Ehrenamt des Jahres“. Und schließlich gehört auch der siebente Platz von Flossenschwimmer Marek Leipold ein Stück weit zum MTV. Der Gewinner der World Games in seiner Sportart ist ein MTV- Turner und unterstützt uns als Trainer.
Warum findest du diese Ehrungen wichtig?
Weil sie eine Arbeit würdigen, die oft unsichtbar bleibt. In einer Veranstaltung wie dem Erfurter Nachtlauf stecken Hunderte von Stunden der Vorbereitung. Diejenigen, die mitmachen, fragen sich immer nur: Wo fehlt es? Wo kann etwas schief gehen? Was brauchen wir noch? Es soll ja alles gut funktionieren. Eine solche Auszeichnung belegt dann, dass diese Arbeit wirklich gesehen wird, dass sie eben nicht selbstverständlich ist. Und ich darf im Publikum sitzen und das hören. Da bin ich dann richtig, richtig stolz auf unser Miteinander im Verein.
Das habt ihr dann bis in den Morgen gefeiert?
Leider nicht. Wir hatten Termine. Nils kam am Freitag direkt vom Training in Halle nach Erfurt und hatte am Samstag einen Bundesliga-Wettkampf in Straubenhardt, Baden-Württemberg. Ich bin am Samstag früh mit unserer Mannschaft der Turn-Talent-Schule zum Wettkampf gefahren. Aber auch bis 23 Uhr gab es nach dem offiziellen Programm einige gute Gespräche.
Und wie war der Wettkampf der Erfurter Turntalente?
Sehr gut. Wir haben gewonnen und Medaillen geholt. Da konnte ich gleich noch mal stolz sein.
Das Interview wurde von Ute Rang geführt.
Foto: Karina Heßland-Wissel
Der diesjährige Sachsen-Anhalt-Pokal startete mit 75 Turnern aus vier Bundesländern mit einer neuen Rekordbeteiligung. Mit dabei: zehn Turner der Turn-Talent-Schule des MTV Erfurt.
Trotz eines langen Wettkampftages und eines schwierigen Starts in der Altersklasse 7, welcher mit einer Pause für die jüngsten Turner startete, konnten die jungen Athleten hervorragende Ergebnisse erzielen und gleich drei Pokale mit nach Hause nehmen.
In der Altersklasse 7 überzeugte Jakob Stock in einem großen Teilnehmerfeld von 28 Turnern mit einer starken Leistung und sicherte sich den 3. Platz. Er überzeugte vor allem an den Ringen und am Barren mit starken Übungen und Höchstwertungen.
Ebenfalls auf Rang 3 turnte sich Rocco Baum in der Altersklasse 9, dabei zeigte er Nervenstärke und saubere Übungen an allen Geräten.
Den größten Pokal des Tages holte Stefan Aman in der Altersklasse 8 für das Erfurter Team. In einem Feld von 24 Turnern setzte er sich mit überzeugenden Leistungen souverän an die Spitze und gewann den Wettbewerb.
Das gute Mannschaftsergebnis wurde durch weitere starke Platzierungen abgerundet: Bastian Greiner erreichte in der Altersklasse 8 einen hervorragenden 4. Platz, während Frederik Bonsack in der Altersklasse 9 mit Platz 6 ebenfalls ein starkes Resultat erzielte. In der Altersklasse 10 konnte sich Tim Reimann mit einem soliden Wettkampf den 6. Platz sichern.
Nachdem die jungen Turner bereits beim Turn-Talentschul-Pokal vor vier Wochen in Chemnitz mit einem hervorragenden Podestplatz zu überzeugen wussten, zeigten sich Trainer und Betreuer stolz auf die Leistungen ihrer Schützlinge. Der Wettkampf in Halle bot nicht nur spannende Duelle, sondern auch wertvolle Erfahrungen für die Talente, die mit großem Einsatz und Teamgeist auftraten. Mit drei Pokalen und mehreren Top-Ten-Platzierungen war der Sachsen-Anhalt-Pokal 2026 ein voller Erfolg für die Erfurter Turnriege.
Ein großes Dankeschön auch an Tobias aus Ilmenau, der diesem Wettkampf als Kampfrichter unterstützte.
Conny Stock
Sehr schnell konnte der Rekordmeister MTV 1860 Erfurt zum Auftakt der Thüringer Turnliga am 07.03.2026 seine Siegambitionen klar machen und die Nervosität zum Beginn einer Saison ablegen. Es haben zwar noch nicht alle Übung perfekt geklappt, mit dem leistungsstarken Kader konnten die Riege aber die eigenen Fehler ausgleichen. Neun Punkte Vorsprung zum Turnteam Dresden/ Weimar sind eine klare Ansage. Allen voran Moritz Bulka, der mit 14,50 Punkten am Sprung auch die höchste Tageswertung einfahren konnte.
Das Ziel, erstmals in allen drei männlichen Ligen den Meistertitel einzufahren, bekam in der zweiten Liga mit dem Erreichen des dritten Platzes einen Dämpfer. Hier sind in den kommenden Turniertagen konzentriertere Leistungen notwendig. Der Abstand zum Erstplatzierten aus Jena ist mit gut drei Punkte nicht utopisch weit. Viele eigene Fehler, vor allem am Reck, kostete dem Team wichtige Punkte. Pech hatte Altmeister Markus Geidel am Boden. Der Routinier – Stammturner der ersten Mannschaft in früheren Jahren – unterstützt mit seiner Erfahrung das Team der zweiten Liga. Er zog sich am Boden eine Muskelverletzung zu und musste die Übung verletzungsbedingt abbrechen. Parallelen zu Andreas Toba, dem Helden der Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro kommen auf. Damals zog sich Toba auch am Boden einen Kreuzbandriss zu, turnte im Anschluss noch eine Pferdübung und sicherte der Deutschen Mannschaft den Einzug in das olympische Mannschaftsfinale. Dieser Einsatz für das Team brachte ihm den Spitznamen „Hero de Janeiro“. Ähnlich agierte Markus Geidel am vergangenen Samstag in der 2. Thüringer Landesliga. Auch er ging nach seiner Verletzung am Boden noch ans Pauschenpferd und gab dem Team die notwendige Motivation, den Wettkampf erfolgreich zu Ende zu bringen.
Den Erfurter Erfolg komplettierte die Jugendligamannschaft mit ihrem Auftaktsieg. Mit einem knappen Vorsprung vor der DHfK Leipzig legten Sie den Grundstein für den anvisierten Saisonsieg. Machwinner war der Erfurter Simon Reiche. Er holte mit jeweils 12.25 Punkten die Tageshöchstwertung am Pauschenpferd und an den Ringen.
Die hervorragende Erfurter Nachwuchsarbeit stach nicht nur durch die Erfolge heraus. Mit einer zweiten Nachwuchsmannschaft am Start zeigte der MTV Erfurt, dass die Erfolge kein Zufall sind und der Verein auch für die nächsten Jahre gut aufgestellt ist.
Stephan Dunkel
Der MTV 1860 Erfurt sucht ab sofort einen Trainer (m/w/d) für die TTS Mittelthüringen.
Die Stelle kann als Vollzeitstelle, Teilzeitstelle oder in einem dualem Studium wahrgenommen werden.
Die ausführliche Stellenanzeige findet ihr hier.