2. Wettkampftag Bundesliga im Kunstturnen

2. Wettkampftag Bundesliga im Kunstturnen

Dank eines deutlichen 63:18 Erfolges des Meisters KTV Straubenhardt gegen Rekordmeister SC Cottbus bleibt der Titelverteidiger in der Kunstturn- Bundesliga verlustpunktfrei auf Tabellenplatz 1.

Der Erfurter Nils Dunkel sicherte den Straubenhardter Team mit 4 Scorepunkten am Pferd und 5 Punkten am Barren wichtige Siegpunkte im Kampf um die jeweiligen Gerätesiege. An den Ringen verlor der Thüringer sein Duell gegen den Bronzemedaillengewinner der diesjährigen Europameisterschaft Igor Radivilov.

Vorjahresvize TG Saar gewann ebenso sein zweites Duell gegen Aufsteiger Heilbronn und ist ebenso noch ungeschlagen. Die Saarländer liegen nur auf Grund der schlechteren Gerätepunkte auf Platz 2. Nächste Woche gibt es mit der Partie KTV Obere Lahn gegen KTV Straubenhardt einen richtigen Knaller. Nach dem Wechsel von Vize- Europameister Lukas Dauser zur Ober Lahn sind die Hessen ein großer Favorit für den Einzug in das Bundesligafinale. Der Sieger aus der Partie hat somit einen enormen Vorteil im Kampf um die begehrten Finaltickets.

Einzelmeisterschaften Jugend & Erwachsene

Einzelmeisterschaften Jugend & Erwachsene

Marc Schindler konnte bei den Thüringer Meisterschaften der Gerätturner seinen Titel bei den Männern in der Leistungsklasse 2 mit 71,75 Punkten verteidigen. Er setzte sich vor Vereinskamerad Maximilian Fromm (69,45) und dem Jenenser Frithjof Pölzing (68,20). Benedikt Böck, der im Vorjahr noch gemeinsam mit Marc Schindler auf Platz 1 stand erwischte einen rabenschwarzen Tag und landete auf dem undankbaren 4. Platz. Schindler war im Wettkampfverlauf der Turner mit der konstantesten Leistung und holte sich zugleich am Boden (13,10), Sprung (12,90) und am Reck (11,20) die jeweilige Tageshöchstnote. Trainer Markus Geidel, der zeitgleich bei den Seniorenturnern an den Start ging, freute sich über die Leistungen und sieht seine Turner für das Finale der Thüringer Landesliga am kommenden Samstag im Erfurter Turnzentrum gut vorbereitet. Bereits zum letzten Aufeinandertreffen in der Thüringer Landesliga konnte sein Team nach langer Zeit Dauerrivale Jena auf Platz 3 verdrängen. Damit bestätigen die Erfurter Turner die aufsteigende Formkurve. Jahreshöhepunkt wird neben dem Finale in der Thüringer Landesliga das in drei Wochen beginnende Deutsche Turnfest in Berlin sein. Hier stellt der MTV 1860 Erfurt mit insgesamt 64 Teilnehmern das größte Thüringer Starterfeld. Neben dem Sieg von Schindler sind es vor allem die siegreichen Nachwuchsturner Fin Torge Waack (1.), Niklas Skupnik (2) und Linus Senf (3) die in der Altersklasse 12/13 die Geidel in Berlin gern unter die Top 10 bringen möchte.

 

Zu den Thüringer Landesmeisterschaften gab es auch bei den Seniorenturnern mit dem Sieg von Klaus Mende (AK 65/69), dem zweiten Platz von Wolfgang Trummer (AK 60/64) und dem Sieg von Trainer Markus Geidel (AK 35/39) Medaillen.

 

Auch die Erfurter Mädchen gewannen mit Hannah Acht erstmals in der anspruchsvollen Leistungsklasse 3 eine Bronzemedaille bei einem Landeswettkampf. Damit erreichten die Erfurter Turnerinnen und Turner hinter der TsG Jena den zweiten Platz im Medaillenspiegel. Insgesamt kämpften über 200 Teilnehmer aus 30 Thüringer Vereinen in 39 verschiedenen Wettkampfklassen um die Meistertitel.

FIG – Challange – Cup

FIG – Challange – Cup

Ohne Finalteilnahme kam der Erfurter Turner Nils Dunkel vom FIG- Challenge Weltcup im slowenischen Koper zurück. Eigentlich hatte er sich an allen drei Einsatzgeräten einen Platz unter den besten 8 Turnern – und damit den Einzug in das Gerätefinale – ausgerechnet. Während er am Pauschenpferd sich einer undurchschaubaren Bewertung geschlagen geben musste, war es an den Ringen ein Sturz beim Doppel- Tsukahara- Abgang, der ihn nach einer guten Übung die Finalteilnahme verwehrte. Am Barren war es ein kleiner Hüpfer beim Abgang der ihn wichtige Punkte kostete. Am Ende gelang Dunkel mit Platz 12 am Barren die beste Platzierung.

DM-Schüler der Sportakrobaten

DM-Schüler der Sportakrobaten

Wilhelmshaven: Am vergangenen Wochenende machten sich fünf junge Sportakrobatinnen des MTV Erfurt mit ihren Trainern und Eltern auf den Weg zu den Deutschen Schülermeisterschaften der Sportakrobatik nach Wilhelmshaven. Ein sehr erlebnisreiches und erfolgreiches Wochenende liegt hinter den zwei Formationen. Den Anfang machte unsere jüngste Damengruppe mit Emma Richter (13), Nele Schaefer (13) und Henriette Thiele (7). Fehlerfrei zeigten sie ihre Tempo Übung. Viele verschiedene Salti und eine sauber ausgeführte Choreographie reichte zu einem beachtlichen Platz 10 von 18 Damengruppen. In der Balance Übung konnten sich die drei jungen Damen sogar noch steigern und belegten Platz 9. Das besondere an Nele, Emma und Henriette ist ihre spritzige dynamische Ausstrahlung. Trotz des jungen Alters und ihrer ersten Deutschen Meisterschaft konnten die drei Mädchen ihre Leistungen auf den Punkt abrufen. Auch die zweite Formation des MTV Erfurt, das Damenpaar Charlotte Vincent (14) und Julia Schüffler (8) erzielten hervorragende Plätze. In der Balanceübung erturnten sich die zwei Mädchen Platz 10 und in der Tempo Übung Platz 11 von insgesamt 16 Damenpaaren. Für die zwei Mädchen war bereits die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft ein riesen Erfolg. Umso erfreulicher das fehlerfreie durch turnen ihrer Übungen. Die Ergebnisse lassen die Sportakrobaten des MTV Erfurt positiv in die Zukunft schauen. In zwei Wochen sind die größeren Mädchen Stefanie Urbach (16), Nelly Lück (15) und Lucy Wagner (11) unterwegs nach Friedberg (Bayern) und stellen sich 30 weiteren Formationen aus ganz Deutschland um sich bei den Deutschen Jugendmeisterschaften zu präsentieren.

3. Landesligawettkampf weiblich

3. Landesligawettkampf weiblich

Am Samstag lockte es unsere Turnerinnen zum dritten Wettkampftag der Landesliga nach Gera. Dabei konnten beide Mannschaften ihre höchste Gesamtpunktzahl der Saison turnen und sich über weitere starke Leistungen freuen.

Die erste Mannschaft liegt im Moment auf Platz 3 der 2. Landesliga und startete daher am Stufenbarren. Saskia musste leider als Startturnerin einen Sturz hinnehmen, turnte ansonsten aber eine saubere Übung. Maresa und Michelle folgten mit soliden Übungen und Paula konnte alle Fehler aus Meiningen wieder wegmachen und erturnte die drittbeste Wertung an diesem Gerät. Es folgte der Wechsel an den Zitterbalken und der lief erneut nicht optimal. Keine der Turnerinnen kam fehlerfrei durch ihr Programm, Stürze und nicht geschaffte Verbindungen kosteten wichtige Punkte und bedeuteten nur Platz 5 an diesem Gerät. Am anschließenden Boden mussten nun die verlorenen Punkte aufgeholt werden. Und das gelang unseren Mädels auf eine beeindruckende Art und Weise. Antonia legte einen guten Grundstein mit starken 12,65 Punkten und das sollte tatsächlich der Streichwert sein. Sandra (13,2), Hannah (13,9) und Paula (13,95) erturnten die drei besten Bodenwertungen des gesamten Teilnehmerfeldes und konnten so einen Vorsprung von 2,5 Punkten am Boden erturnen. Diese wurden auch für den Sprung dringend benötigt, denn Antonia musste zu einem wichtigen Termin zurück nach Erfurt und fehlte daher am Sprung. Die Turnerinnen kamen am abschließenden Gerät nicht über Platz 6 hinaus. Trotzdem reichte es mit Platz 2 für den Sprung auf das Siegerpodest. In der Gesamttabelle bedeutet das Platz 3 knapp hinter den Sonderhäuser Turnerinnen auf Grund der schlechteren Gerätpunkte. Bis zum Ligafinale ist viel Zeit, doch wir wissen bereits jetzt, dass wir auf die eine oder andere Turnerin verzichten müssen. Nichtsdestotrotz werden die Mädels fleißig trainieren.

Die zweite Mannschaft ging ebenfalls am Stufenbarren an den Start. Marlene, Alina und Lina turnten zwar gut durch, aber das Fehlen von Lena und Sophie H. zeigte sich im Ergebnis doch deutlich. Anders sah das am Balken aus, denn dort konnten Alina (12,4) und Sophie Sch. (12,1) ohne Sturz all ihre Schwierigkeiten präsentieren. Lina (11,0) stürzte zwar bei der Rolle, zeigte bei ihrem ersten Ligawettkampf trotzdem eine solide Leistung am Zittergerät. Es folgte der Wechsel an den Boden und hier taten es „die Kleinen den Großen“ gleich und erturnten den Sieg an diesem Gerät mit über 1,5 Punkten Vorsprung. Besonders überzeugten dabei Leonie (13,55) und Tanja (13,05), wobei letztere ihren ersten Ligaeinsatz in diesem Jahr hatte. Zum Abschluss wechselte unsere Mannschaft zum Sprung und konnte hier erneut vollkommend überraschend den ersten Platz am Gerät erturnen. Mit guten Überschlägen von Tanja (11,55), Marlene (11,65), Sophie Sch. (11,85) und Lina (11,95) konnten die Mädels die Konkurrenz hinter sich lassen. Im Gesamtergebnis belegte das Team erneut den vierten Platz. Mit 1,2 Punkten Rückstand zu Platz 3 und 1,9 Punkten zu Platz 2 wäre an diesem Wettkampftag in voller Besetzung mehr drin gewesen, trotzdem sind die Turnerinnen und Trainerinnen mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

FIG – Challange – Cup

Interview mit Nils zur EM-Teilnahme

Eine unbeschreiblich wichtige Erfahrung

Mit einem hervorragenden 22. Platz erreichte Nils Dunkel bei der Turn-EM im rumänischen Cluj-Napoca einen sehr guten Einstand bei seiner ersten großen internationalen Meisterschaft. Ein Einzug ins Mehrkampffinale gelang aufgrund der Regelung von zwei Startern pro Nation nicht, doch Dunkel schaut nach vorn und rechnet mit großen Chancen bei der DM in Berlin.

Nils hatte Pech, dass er ausgerechnet an seinem Paradegerät Pauschenpferd den Wettkampf beginnen musste. Kleine Unsicherheiten in der Ausführung zeigten noch die Nervosität zu Wettkampfbeginn. Die Übung gelang ihm trotzdem sehr gut. An den nachfolgenden Geräten Ringe, Sprung, Barren und Reck schöpfte der 20-Jährige nahezu sein gesamtes Leistungspotential aus. Der Boden, ein für Dunkel eher schwächeres Gerät, zum Abschluss versprach noch einmal Spannung pur. Souverän begann Dunkel mit seiner neuen Ausgangsreihe Salto vorwärts gestreckt mit direktem Doppelsalto perfekt in den Stand. Auch die anderen Sprungkombinationen gelangen sehr gut. Erstmals riskierte er mit einem gehockten Tsukahara beim Abgang eine neue Höchstschwierigkeit. Auch diesen landete er sicher auf beiden Beinen. Insgesamt ein starker Auftritt des MTV- Turners. Mit dem erreichten Ergebnis bestätigt Dunkel seine Nominierung und empfiehlt sich für weitere Einsätze.

Interview von Katharina Bake (Thüringer Turnverband) am 20.04.2017:

Herr Dunkel, das war Ihre erste Teilnahme an einer Meisterschaft im Männerbereich auf europäischer Ebene. Wie wichtig war diese Erfahrung?

Das war unbeschreiblich wichtig! Für mich war es nicht nur eine Entwicklung, sondern auch Bestätigung und Einsicht, dass es nach oben hin weitergeht. Irgendwann ist man als Turner an dem Punkt, sich auch mal international bei den Männern anzubieten, besonders wenn Europameisterschaften anstehen, die einen noch größeren Stellenwert haben als Weltcups.

Was war der erste Gedanke, als Ihre EM-Teilnahme offiziell bestätigt wurde?

Das ist kaum in Worte zu fassen. Ich habe mich gefreut, dass ich dabei bin und einspringen kann. Im zweiten Moment denkt man natürlich an den einen Turner, der stattdessen nicht am Wettkampf teilnehmen kann, da ärgert man sich mit. Und der dritte Gedanke ging in die Heimat. Ich muss meinen Eltern und der Familie Bescheid sagen!

Wo lagen Ihre Erwartungen kurz vor der EM?

Ich bin ohne große Erwartungen an die EM rangegangen. Mir war bewusst, dass es wohl nicht mit einem Einzug in das Finale klappen würde, da mit Lukas Dauser und Philip Herder zwei deutsche Mehrkämpfer dabei waren, die in der Regel bessere Chancen auf eine gute Platzierung haben, selbst wenn ich Top-Leistungen bringe. Dazu sind die Turner aus den anderen Nationen viel zu stark. Ich wollte die Leistungen abrufen, die ich zuvor im Training gezeigt habe, ohne Sturz und fehlerfrei durch den Wettkampf kommen und theoretisch 80 Wertungspunkte erreichen.

Sie haben einen 22. Platz im Mehrkampf erreicht und wären punktemäßig auch ins Finale eingezogen. Wie schätzten Sie Ihre gezeigten Leistungen selbst ein?

Ich denke, ich habe keine großen Fehler gemacht und meine Übungen gut geturnt. Insgesamt hätte ich mir jedoch etwas mehr Punkte erhofft. Besonders am Pauschenpferd. Trotz der minimalen Fehler, bin ich gut durchgekommen. Am Boden, was eher mein schwächeres Gerät ist, habe ich zum Abschluss einen Tsukahara geturnt, obwohl ich dabei im Podiumstraining gestürzt bin und die Überlegung bestand, den ganz wegzulassen. Daher bin ich mit meinem Wettkampf sehr zufrieden, besonders da ich weiß, ich hätte Mehrkampffinal-Teilnehmer sein können.

Wie wird es in den kommenden Wochen und Monate bei Ihnen weitergehen?

Zunächst bleibe ich bis Montag in Rumänien und nehme weiterhin am Männertraining teil. Die Finals werde ich mir natürlich anschauen, um unsere Männer und Frauen zu unterstützen. In Deutschland sind dann erstmal ein paar Tage Ruhe geplant, bevor die nächsten großen Ereignisse anstehen. Der Weltcup in Slowenien, die Bundesliga und, was für mich persönlich sehr wichtig ist, die Deutschen Meisterschaften im Rahmen des Internationalen Deutschen Turnfestes in Berlin. Hier möchte ich durchaus in drei Gerätefinals turnen. Am Pferd, an den Ringen, am Barren und mindestens eine Medaille holen. Eine Platzierung unter den Top 6 im Mehrkampf wäre klasse!

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