Der 22-jährige Kunstturner Nils Dunkel bestritt am vergangenen Wochenende seine dritte Deutsche Meisterschaft. In der Berliner Max-Schmeling-Halle, wo die Meisterschaft im Rahmen des Multisportevents „Die Finals 2019“ stattfand, erreichte Dunkel im Mehrkampf am Samstag Rang 13 und blieb damit deutlich hinter den Erwartungen.

In die solide geturnten und leistungsstarken Übungen schlichen sich zu viele Fehler ein, die ihm enorm viele Punkte kosteten. So unterliefen dem Wahlberliner gleich am Startgerät Barren zwei Patzer bei der Honmastemme und dem Grätschsalto, woraufhin er auf insgesamt 2,5 Wertungspunkte verzichten musste. Am Reck setzte der gebürtige Erfurter auf Premiere und Schwierigkeit. Erstmals turnte er mit dem Kohlmann eines der schwersten Flugteile an diesem Gerät, schob im weiteren Verlauf jedoch einen Zwischenschwung bei einer relativ einfachen Staldergrätsche ein. Am Boden, einem seiner schwächeren Geräte, gelang ihm hingegen eine sehr gute Übung mit der er fast ins Finale einzog. Pferd, Ringe und Sprung gelangen ebenfalls gut.

Die Nervosität am gestrigen Finaltag war dementsprechend hoch, doch Nils Dunkel bewies in einer nahezu ausverkauften Max-Schmeling-Halle die Nerven. An seinem Paradegerät Pauschenpferd glänzte der einstige MTV‘ler und verteidigte so seinen Deutschen Meistertitel (Foto links) vor Waldemar Eichhorn (l.) und Christopher Jursch (r.). Dazu erreichte er an den Ringen Platz 4 (Foto rechts) und unterstrich hiermit noch einmal seine Qualität.

 

Zweiter Quali-Wettkampf entscheidet über WM-Teilnahme

Nach dem Missglückten Mehrkampf am Vortag sind die Chancen für eine WM- Teilnahme leider gesunken. Nun muss Dunkel in zwei Wochen zum zweiten Qualifikationswettkampf in Kienbaum zeigen, dass er zu den besten fünf Turnern Deutschlands gehört und das deutsche Team zur Heim-WM unterstützen kann.

von Stephan Dunkel/Katharina Lieske

Foto: Ricardo Kiel